Stetten-Turnier

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Die Fussballabteilung des TV Stetten i. R. stellte sich sich 1974 zweiundzwanzig Orten in Deutschland mit dem Namen "Stetten" vor.


Grund: Ein Pokalturnier für aktive Mannschaften zu organisieren, bei welchem nur Stettener Vereine gegen einander spielen. Bei entsprechender Resonanz könnte ein Wanderpokal gestiftet werden, der jedes Jahr in einem anderen Stetten ausgespielt würde. Nach Kontaktaufnahme wurden Fragebögen verschickt, um alle "Stetten" unter einen Hut zu bekommen. Die Auswertung ergab kein eindeutiges Ergebnis. Zweifler und Optimisten hielten sich die Waage. Zweifel: Mentalität (Landesgrenzen), Reisekosten, Entfernungen, Terminschwierigkeiten, Quartierfrage und dergleichen.

Allen diesen Schwierigkeiten zum Trotz wurde 1975 am 14./15. Juni das 1. Stetten-Pokalturnier in Stetten im Remstal durchgeführt. Über 300 Gäste hatten sich angemeldet und wurden in Privatquartieren, Naturfreundehäusern, Hotels und in Massenquartieren untergebracht.

Diese Veranstaltung fand ein riesiges Echo. Alle Teilnehmer waren begeistert und es wurde sofort für das kommende Jahr der nächste Veranstalter gefunden. Heute ist das Fussball-Pokal-Turnier der Stettener Vereine mehr als ein sportliches Ereignis.

Presse:

Mühlheim a. D.: "Beispiellos! Herzlichen Dank!"

Pfalz: "Großartige Idee!"

Hechingen: " In seiner Struktur eine beispiellose Veranstaltung!"

Mindelheim: "Eine runde Sache!"

Sondheim: "Es war ein Festival der Freundschaft und der Sympathie, "deren von Stetten", die nun nicht mehr ausschließlich der gleiche Namen verbindet!"

Rundfunk Bayern (regional): "Grenzüberschreitendes Verständnis zur humanitären Seite hin. Nicht nur ein Wettkampf, sondern das sich gegenseitige kennenlernen.

Soweit Rundfunk und Presse.

Es ist die Fortsetzung einer begrüßenswerten, jetzt schon zur Tradition gewordenen Begegnung, zwischen Fussballmannschaften aus zehn Orten mit dem Namen "Stetten".
Diese Veranstaltungen haben bewiesen, dass auch Sport-Freundschaften weit über die normalen Spielgrenzen hinaus geschlossen werden können. Es bestehen feste Freundschaften und es finden außerplanmäßige Besuche statt.

Auch schon Eheschließungen!

Seitens der Kirche wird bei den Gottesdiensten das jeweilige Treffen mit einbezogen. 1987 wurde in Stetten/Pfalz bei einem festliche Gottesdienst eine Europa-Fahne geweiht und von der Kirche dem "Stetten-Stetten-Turnier" übergeben. Sie ist heute fester Bestandteil des Turniers und jedes Jahr in einem anderen Stetten vor Ort.

Nicht nur private Besuche, auch auf kommunal politischer Ebene, bestehen zwischen 29 "Stetten" (so viel gibt es) Verbindungen und Kontakte und es finden anlässlich des Turniers inzwischen Begegnungen und Empfänge der Gemeindevertreter und Vorstände statt.

Darüber hinaus trafen sich schon Frauengymnastik-Abteilungen, Jugend-Fussballmannschaften, Musikvereine, Gesangvereine, AH-Fussballmannschaften und Wandergruppen. Das gegenseitige Angebot wird genutzt: Sportanlagen werden für Trainingslager zur Verfügung gestellt, aber auch in Notfällen, wie z.B. bei Stetten-Mühlheim, als das Vereinsheim einem Großfeuer zum Opfer fiel, herrschte Solidarität. Eine gemeinsame Spendenaktion der "Stettener" brachte hier Erste Hilfe.

Aus dem ehemaligen Fussballturnier ist zwangsläufig eine größere Veranstaltung geworden, die mittlerweile über vier Tage geht und an der die gesamte Gemeinde rege teilnimmt. Um unsere Sache gerecht zu werden, wird vom Veranstalter überdurchschnittlicher Einsatz und noch mehr Idealismus verlangt.

Wir hoffen, dass wir unserer Jugend für die Zukunft richtungsweisende Impulse vermitteln können. (Erstes Jugend-Treffen der "Stettener" haben schon statt gefunden). 1989 - 1. A-Jugend-Turnier mit im Hauptturnier eingebaut.

Abschließend wünschen wir, um den Fortbestand dieser Treffen zu gewährleisten, die richtige geistigen Einstellung, die Bereitschaft aller Teilnehmer und vor allen Dingen ausreichend Unterstützung für den Veranstalter durch die Bevölkerung, Kommune und übergeordnete Stellen. Wir halten es für gut, wenn dieses Streben nicht nur im sportlichen und kommunalen Bereich, sondern sich vor allem auch in der menschlichen Sphäre bewegen würde.

Wir haben hiefür günstige Perspektiven gesetzt

Norbert Koblitz - Ehrenpräsident des Stetten-Stetten Fussballturniers